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Empfehlung: Ausstellung Dialog mit der Zeit

Dialog mit der Zeit Ausstellung

Das Berlin Museum für Kommunikation zeigt noch bis 23. April 2015 eine sehr sehenswerte, partizipative Ausstellung, die dem dem Altern auf den Zahn fühlt. Das Besondere: Die Ausstellung kann nur mit einer Führung besucht werden –  und das Mindestalter der Guides beträgt 70 Jahre!

Obwohl die Ausstellung nur zwei Räume umfasst, kann man sich locker 90 Minuten darin aufhalten. Denn das Konzept zieht auf den Dialog innerhalb der Gruppe ab und auf das spielerische Entdecken von Situationen mit einem Lebensalter jenseits der 50 Jahre. Vielleicht ist der Begriff “Erlebnisraum” passender als “Ausstellung”, den es geht hier nicht um originale Objekte in der Vitrine, sondern die Interaktion zwischen Menschen – zwischen den Guides und den Besucherinnen und Besuchern. Meine Gruppe ist bunt gemischt von 14 bis 75 Jahre, was den Austausch untereinander besonders spannend macht. Da fällt mir erst recht auf, wie selten solche generationsübergreifenden Treffen geworden sind!

Dialog mit der Zeit AusstellungBesonders schön sind die Stationen, an denen man am eigenen Leib spüren kann, wie sich der Körper und die Sinne verändern. Wie z.B. steckt man mit einem Tremor einen Schlüssel ins Schlüsselloch der Haustür? Eine Rüttelmaschine, die die Hand zum Zittern bringt zeigt eindrücklich, wie schwierig plötzlich alltägliche Aufgaben werden können.

Doch in der Ausstellung geht es nicht darum, die negative Aspekte des Alterns hervorzukehren und die Angst innerhalb der jungen Generation zu schüren. Die Ausstellung zielt eher darauf ab, zu zeigen, wie vielseitig das Leben als Rentner sein kann und welche Aufgaben noch auf uns warten.

Ich verlasse die Ausstellung mit genau diesem Gefühl, einem positiven, freudigen Eindruck. Ich bin beruhigt. Die 90 Minuten waren sehr informativ und vor allem menschlich.

Weiter Infos: http://www.mfk-berlin.de

Museum Connections in Paris

Museum Connections Paris 2015

Zwei Tage Museums-Innovationen und spannende Akteure: Anlässlich der 20. Ausgabe der Pariser Museumsmesse “Museum Expressions” findet die Konferenz “Museum Connections” statt.

Audience Development, Branding, Crowdfunding oder Digitale Strategien: Die Konferenz deckt viele spannende Themen der Museumsarbeit ab und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus angesehenen Kultureinrichtungen zusammen. Mit dabei u.a. Tate, Metropolitan Museum of Modern Art, Musee d’ Orsay, Louvre und …. C/O Berlin. Mit mir auf dem Podium am 22.01. zum Thema Crowdfunding. Ich freue mich auf einen inspirierenden Erfahrungsaustausch!

Nachtrag: Hier gibt’s einen kurzen Trailer zu Museum Connections 2015!

Queue-Management mit Facebook: Besuchermanagement 2.0

Schlangenmanagement mit Facebook
Besucher-Management bei C/O Berlin

Lange Wartezeiten beim Grand Opening von C/O Berlin

Im Museumsbereich ist der Ausdruck “Queue-Management” immer noch recht unbekannt. Hinter dem halb-deutschen Begriff  “Schlangen-Management” versteckt sich keineswegs die Fähigkeit mit Kriechtieren umzugehen, sondern die ganz einfache Frage: Wie gehen wir mit einem großen Besucherandrang und wartenden Menschen um? Ich selbst kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich fünf Stunden vor dem Grand Palais in Paris für eine Edward Hopper Ausstellung anstand. Das Museum hatte uns Besucher gut vorbereitet und am Ende der Schlange ein Schild positioniert, das eben genau auf diese lange Wartezeit hinwies. Dennoch – solange kann niemand geduldig vor einem Museum untätig rumstehen. Es kam eine miese, fast revolutionäre Stimmung auf. Die Menge rief Parolen in Richtung Eingang und schrie, dass Toiletten fehlten und es unwürdig sei, solange ohne Essen und Trinken anzustehen. Die Dynamik von wartenden Menschen ist beeindruckend.  Doch dürfen die Besucher überhaupt so weit gehen, sich zu beschweren? Haben sie sich nicht aus feien Stücken dazu entschieden – trotz Vorwarnung – so lange anzustehen?

Ich denke, das Museen, die durch Blockbuster-Ausstellungen einen derartigen Hype produzieren auch in der Pflicht sind, ihre wartenden Besucher angemessen vorzubereiten. Es gibt ganz einfache psychologische Tricks, die die Wartezeit gefühlt deutlich verkürzen können:

Am wichtigsten: Informieren! Wenn eine Zug minutenlang mitten auf der Strecke stehen bleibt, werden die Fahrgäste schnell nervös. Sagt aber ein Schaffner durch einen Lautsprecher, es handle sich um eine technische Störung, die in wenigen Minuten behoben sei, sind gleich alle entspannter – auch wenn diese Information unglaublich umkonkret bleibt. Informationstafeln am Ende der Schlange, die darauf hinweisen, wie lange die Wartezeit ist, sind somit schon mal die erste “Muss-Leistung”.

Weitere Punkte:

– klare Ansagen, welche Taschen mit ins Haus genommen werden dürfen bzw. wo diese abzugeben sind

– die Menschenmasse so absichern, dass sich niemand einfach so vordrängeln kann

– Mitarbeiter des Museums bereit stellen, die als Ansprechpartner zur Seite stehen und Fragen beantworten – der persönliche Kontakt macht enorm viel aus

– und wenn es länger dauert: Für Unterhaltung sorgen: Ein Straßenkünstler oder jemand, der Snacks und Getränke anbietet, sind wahre Stimmungsaufheller

Als C/O Berlin am 30. Oktober 2014 die neuen Ausstellungsräume im Amerika Haus eröffnete, sagten auf Facebook über 8.500 Menschen, dass sie daran teilnehmen wollten. Das war ein mehr als eindeutiger Indikator dafür, dass es sehr voll werden würde. Um 16 Uhr öffnete das Haus die Türen – innerhalb kurzer Zeit war das Haus voll und es gab einen Einlassstop. Es bildete sich schnell eine Schlange von mehreren Hundert Metern – lange Wartezeiten waren vorprogrammiert.

Oben genannte Vorschläge waren im Vorfeld nicht bedacht worden – da die Stimmung in der Schlange aber zu kippen drohte, blieb nur die Möglichkeit, über die Facebook-Gruppe zu kommunizieren. Als Instrument hat sich das aus meiner Sicht sehr bewährt. Allein das Gefühl, von den Veranstaltern “abgeholt” zu werden, hat die Stimmung verbessert. Es hat gereicht zu sagen, wie lange die derzeitige Wartezeit ist und dass große Taschen nicht mit ins Haus genommen werden dürfen. Die Kraft dieser Veranstaltungs-Gruppen auf Facebook sollte also nicht unterschätz werden, da ein Großteil des Facebook-affinen Publikums gerade in der Warteschlange zum Smartphone greifen und nach Infos suchen wird. Live-Kommunikation ist der große Vorteil von Social Media und muss unbedingt voll ausgeschöpft werden. Voraussetzung ist dann natürlich auch, dass für den oder die Social-Media-Manager eine schnelle und “unbürokratische” Kommunikation mit der Masse möglich ist.

 

Crowdfunding für C/O Berlin

Crowdfunding C/O Berlin

Kultur kostet Geld. Eine ganze Menge sogar. Deshalb überrascht es wenig, dass Institutionen verstärkt nach Alternativen zur klassischen Finanzierung durch den Bund oder die Kommunen suchen. Crowdfunding als “Schwarmfinanzierung” ist in Deutschland bisher vor allem für kleinere Projekte aus der Freien Szene oder einzelne Künstler und Künstlerinnen ein Fundraising-Tool. Große Institutionen und Museen trauen sich noch nicht so Recht, diese Methode zu nutzen.

Bei C/O Berlin habe ich die erfolgreiche Kampagne “Turn Us On” begleitet, bei der über 120.000 Euro gesammelt wurden.

Ein erstes Interview gibt es bei Crowdfunding Berlin: http://www.crowdfunding-berlin.com/de/magazin/interviews/2014/7/8/interview-co-berlin/

Automobilmarke punktet mit cleverem Spot

Crowdfunding C/O Berlin

Wann brauchen wir digitale Kommunikation? Wie erzeugen wir sinnvolle Interaktion? In der Rubrik “Best Practices” sammle ich gelungene Beispiele, die zeigen, wie Interaktion zwischen Menschen tatsächlich funktioniert.

Smart punktet mit einem sehr schönen Spot: In einer spanischen Großstadt werden Menschen dazu gebracht, an Ampeln anzuhalten, anstatt bei rot die Straße zu überqueren. Menschen erzeugen durch ihr Verhalten eine direkte Aktion und haben dabei noch Spaß!

Focus Museum: Form follows visitor

Das Mittelschiff im Pauli Kloster„FOCUS – Neue Medien in Museen und Ausstellungen“, so der Titel der zweitägigen Veranstaltung im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg, bei der rund 200 Vertreter aus Museen und Kultureinrichtungen, sowie Gestalter und Ausstellungsplaner zusammenkamen. Das „neu“ im Untertitel durch „digital“ zu ersetzen, wäre wohl treffender gewesen, denn schon ein Blick ins Programmheft verriet, dass während dieser beiden Tagen mediale Anwendungen diskutiert werden, die bereits in vielen Museen genutzt werden. Von Audioguides, über Serious Gaming bis Audio Szenografie bot das Archäologische Landesmuseum ein abwechslungsreiches Programm mit renommierten Agenturen und Referenten auf dem Podium. Mit der Zusammenstellung der Themen verdeutlichte das Museumsteam, dass digitale Medien nicht unbedingt neu sind, aber noch viel Diskussionsbedarf zum sinnvollen Einsatz im musealen Kontext besteht.

Form Follows Visitor

Wo sind digitale Medien in Ausstellungen also relevant? Gleich im Auftaktvortrag fand Jussi Ängeslevä von der renommierten Berliner Agentur ART + COM die richtigen Worte. „Interaction should be related to the meaning“, sagte Ängeslevä in seinem Vortrag selbstbewusst. Diese Einsicht von einem international hoch angesehene Unternehmen zu hören, das mit der digitalen Inszenierung von Inhalten sein Geld verdient, sollte Museumsmacher zum Nachdenken anregen. Wie oft waren wir als Besucherin schon enttäuscht, wenn ein teurer Medientisch mehr verwirrte als zu erhellen, wenn er aufgrund von Wartungsarbeiten schlichtweg nicht funktionierte oder inhaltlich zu Tode langweilte? Medienstationen, Audioguides oder animierte Bilder machen nur dann Sinn, wenn sie die Besucher abholen. Immer wieder fiel während der Tagung diese Phrase. Doch was bedeutet es, jemanden abzuholen? Für Ausstellungsmacher bedeutet das in erster Linie zielgruppenspezifisch zu arbeiten, d.h. zu wissen, wer die Besucherinnen und Besucher überhaupt sind und welche Bedürfnisse und Erwartungen sie mitbringen. Besucherforschung ist der erste Schritt, wenn es darum geht Inhalte – ob nun digital oder analog – aufzuarbeiten. „Form follows visitor“: mit dieser einfachen Formel brachte es Uwe Brückner vom Stuttgarter Atelier Brückner am zweiten Tagungsgtag auf den Punkt.

Digitale Medien als Erweiterung

Prof. Ulrich Schwarz: Das Museum ist das MedienDigitale Medien sind kein Ersatz für das originale Objekt. Museen zeichnen sich als Orte der Authentizität aus, an denen die Aura des Originalen besteht. Die gezeigten Anwendungsbeispiele digitaler Medien waren immer dann überzeugend, wenn sie nicht jene Aura überlagerten, sondern diese betonten und einen neuen, erweiterten Zugang zum Verständnis ermöglichten. Besonders hervorzuheben ist die Medieninstallation im Rheinischen Landesmuseum Trier. Hier hat Tamschick Media + Space den steinernen Reliefs und Grabdenkmälern der Gräberstraße neues Leben eingehaucht. Im „Medialen Raumtheater“, wie die Macher es nennen, werden Projektionen direkt auf die Steine geworfen, sodass der Eindruck entsteht, die Figuren bewegen sich. Ein Soundinstallation mit gesprochenen Texten und Musik rundet die Multimediaschau ab. Die Steine an sich haben natürlich ihre Wirkung, aber sie sind wenig lebendig und bieten kaum einen emotionalen Zugang, um ihre bedeutungsvolle Geschichte zu entschlüsseln. Die mediale Aufbereitung stellt hier eine sinnvolle Erweiterung dar. (mehr)

Fazit

Ob es nun um Social Media geht oder Medieninstalltionen in Museen – man kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, zuerst die Inhalte zu entwickeln und daraus die Medien abzuleiten. Oft sind es einfache, kostengünstige Ideen, die eine Wirkung erzielen und nicht die teuren „Wischtische“. Denn letztendlich geht es in Museen nicht um Effekthascherei sondern um menschliche Gesten: das „Abholen“, „Berühren“ und „Einfühlen“. Das erfordert nicht, dass Inhalte in eine spektakuläre Form gepresst werden, sondern in eine Form, die den Besucherinnen und Besuchern passt. Eine sinnvolle thematische Ergänzung dieser Diskussion wären somit Studien zur Besucherforschung oder Beispiele der Evaluation von Medieninstallationen gewesen. Dennoch haben die viele Vortragende einen wichtigen Beitrag in der Debatte um den Einsatz digitaler Medien um Museum geleistet.

#focusmuseum

Bereits am ersten Tagunstag hat sich eine kleine, aber aktive Twittergemeinschaft zusammengefunden, die unter dem Hashtag #focusmuseum die Beiträge (und nicht nur das Buffet!) kommentiert hat.

Die Ergebnisse können hier bei Storify nachgelesen werden: http://sfy.co/edgN

 

Der Dank gilt dem Archäologischen Landesmuseum im Paulikloster für die professionelle Umsetzung und den tollen Service!

Interessante Beispiele + Unternehmen

ART + COM

hands on sound GmbH, Büro für akustische Szenografie

Museotainment GmbH

Tamschick Media + Space

TRIAD Berlin

Bertron Schwarz Frey GmbH

Atelier Brückner

museeon – Studio für Ausstellungen

Londoner Museum experimentiert mit WhatsApp

Facebook: ein junges Medium? Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass von allem Nutzerinnen und Nutzer zwischen 13 und 25 Jahren nach alternativen Plattformen suchen, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Dennoch entdecken immer mehr Kulturinstitutionen Facebook als Plattform für sich – vor allem auch mit dem Ziel, die hart umkämpfte Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler und jungen Erwachsenen für sich zu gewinnen und für ihr Angebot zu begeistern.

Wie können Museen mit diesem Trend umgehen? Das Horniman Museum im Süden Londons testete nun, wie Besucherinnen und Besucher über die Smartphone Anwendung WhatsApp mit Informationen innerhalb der Ausstellung versorgt werden können. Der Social Media Manager des Museums verschickte dazu via Chat Nachrichten an ausgewählte Besucherinnen und Besucher, je nach ihrem Interesse. Zugegeben, dieser Test ist nur bedingt aussagekräftig, da gerade mal zwei, drei Personen gleichzeitig im Chat mit Informationen versorgt werden konnte. Er zeigt aber, wie wichtig es ist, sich nicht zu sehr auf ein Medium zu versteifen und schon früh auszuprobieren, wie andere Anwendungen und Apps genutzt werden können. Ob und wie sich WhatsApp als Marketingtool oder in der Vermittlung einsetzen lässt, bleibt spannend. WhatsApp beschränkt sich bisher auf die Individualkommunikation zwischen Menschen, die ihre Handynummer ausgetauscht haben. Ob sich dort zukünftig auch Institutionen oder Unternehmen „einmischen“ dürfen, wird eine zentrale Frage sein.

Richtig Zwitschern – Community mit Twitter aufbauen

Weltweit werden täglich 400 Millionen Kurznachrichten über den Mikroblogging-Dienst Twitter durch das Netz gejagt. Auch bei deutschen Internetnutzern wird das „Zwitschern“ immer beliebter: Hierzulande twittern immerhin über 2.4 Millionen Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen regelmäßig. Mit 140 Zeichen auf sich aufmerksam machen – ein Kinderspiel?

Ein Account ist schnell angelegt und die erste Nachricht fix verschickt. Doch was nützen geistreiche Statusmeldungen, wenn niemand zuhört? Wer Twitter beherrschen will, muss nicht nur informativ sein und zielgruppenrelevante Inhalte bieten, sondern gezielt eine Community aufbauen und pflegen können. Kommunikation im Social Web funktioniert genauso wie in der analogen Welt: Was ich sage, muss diejenigen interessieren, die ich erreichen will. Will ich ins Gespräch kommen, muss ich andere ansprechen. Und wenn ich nur über mich rede, hört mir bald niemand mehr zu. Erfolgreich Twittern setzt aktive Beziehungspflege voraus. Doch mit ein paar einfachen Taktiken lässt sich auch Twitter als lebendiger und effektiver Kommunikationskanal nutzen, um auf die eigenen Inhalte aufmerksam zu machen.

Hallo da draußen – Follower finden

Wenn der Twitter-Account eingerichtet ist, geht die Arbeit erst richtig los. Damit Ihre Tweets nicht in den unendlichen Weiten des Internets verschwinden, müssen Sie sich eine treue und aufmerksame Community aufbauen. Der erste Schritt ist es deshalb, Freunde und Fans aus Ihren bestehenden Netzwerken wie zum Beispiel Facebook, Xing oder Google+ zu motivieren, Ihre Neuigkeiten auch auf Twitter zu verfolgen. Verfassen Sie zum Beispiel einen kurzen Blogpost, und weisen Sie darauf hin, dass Sie jetzt auch auf Twitter viele spannende Infos zu bieten haben. Vergessen Sie nicht, unter Ihren Kontaktdaten anzugeben, unter welchem Namen Sie bei Twitter aktiv sind. Als nächstes gilt es, Follower gezielt innerhalb des Twitter-Netzwerkes zu finden. Sie wissen, wer Ihre Zielgruppe ist? Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese ausfindig zu machen. Twitter ermöglicht es zum Beispiel, gezielt nach Stichwörtern zu suchen. Wenn ich zum Beispiel einen Modeblog bekannter machen möchte, ist es sinnvoll nach anderen Accounts zu suchen, in denen Begriffe wie #Mode, #Fashion, #Styling oder #Klamotten auftauchen. So können Sie schnell eine ganze Reihe an Accounts finden, die thematisch zu Ihnen passen. Und dann heißt es: Folgen, Folgen, Folgen! Denn wenn ich folge, ist die Chance groß, dass auch meinen Tweets verfolgt werden.

Darum geht’s – Hashtags nicht vergessen

Hashtags sind Keywords, die die Massen an Tweets strukturieren und Themen auffindbar machen. Versehen Sie Ihre Tweets also mit aussagekräftigen Hashtags, damit andere User Ihre Beiträge finden können. Experimentieren Sie ruhig mit Hashtags – Sie werden überrascht sein, zu welchen Schlagwörtern bereits getwittert wurde. Twitter gibt unter „Trendig Topic“ zudem an, welche Hashtags aktuell häufig verwendet werden. So haben Sie einen Eindruck, worüber auf Twitter gerade geredet wird und können vielleicht selbst in die Diskussion einsteigen.

Ich hab’ dich im Auge – Listen effektiv nutzen

Twitter ist ein schnelllebiges Medium. Wer vielen Accounts folgt, wird meist im Minuten- oder sogar Sekunden-Takt mit neuen Statusmeldungen versorgt. Da passiert es schnell, dass man den Überblick verliert. Um News im Blick zu behalten, lohnt es sich, relevante Accounts in thematischen Listen abzulegen. Diese Listen können Sie sich als eigenen Stream übersichtlich anzeigen lassen – so wird auf einen Blick klar, welche Gruppen gerade zu welchen Themen aktiv sind. Öffentliche Listen sind zudem für andere User eine gute Quelle, um spannende und thematisch passende Accounts zu entdecken. Twitter ist ein Soziales Netzwerk und niemand sollte sich scheuen, explizit auch andere Accounts zu empfehlen. Wer ständig nur über sich redet, wird für die Community schnell uninteressant.

Nicht-öffentliche Listen sind vor allem hilfreich, um einflussreiche Twitter-User zusammenzufassen. Wer zählt in meinem Bereich zu den „Meinungsmachern“? Welche Accounts sollte ich besonders beobachten und häufig re-tweeten? Listen erleichtern das ungemein.

Du gefällst mir – Follow Friday

Der sogenannten Follow Friday hat sich etabliert, um interessante Twitter-Accounts zu empfehlen. Dazu werden immer freitags Accounts via @-Mention aufgelistet und die Nachricht mit dem Hashtag #FF versehen. Das ist eine schöne Möglichkeit, sich zu vernetzen und anderen positives Feedback zu geben. Empfohlen zu werden schmeichelt natürlich und erhöht die Chance, ebenfalls beim Follow Friday erwähnt zu werden.

Hey du! – @-Mentions nutzen

Die Chance, wahrgenommen zu werden, steigt, wenn ich jemanden direkt anspreche. Das gilt für die analoge Kommunikation und auch für Twitter. Mit @-Mentions können Sie andere User direkt erreichen und auf Ihre Themen aufmerksam machen. Fragen Sie gezielt Expertinnen und Experten aus Ihrem Netzwerk, was sie von Ihrem neuen Blogbeitrag halten und schicken Sie thematische Empfehlungen. Twitter lebt von einem regen Austausch und der direkten Kommunikation untereinander. Also nutzen Sie die Chance, aktiv auf andere zuzugehen.

Like it: Partizipation im Museum

Essl Museum Facebook

Das Museum der Zukunft ist partizipativ – so zumindest wird es in zeitgenössichen Werken der Museumstheorie propagiert. Museen der Zukunft ermöglichen es ihren Besucherinnen und Besuchern selbst in den kreativ-künstlerischen Prozess einzugreifen. Die starren Rollen zwischen Kurator und Rezipient lockern sich. Besucher sind Kuratoren – Kuratoren sind Besucher. Doch wie sähe Partizipation in der Praxis aus? Und welche Rolle spielt dabei das Social Web, das ja per se partizipatorisch ist? Read more