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Am Telefon sagt man nix – Eine Intervention zum Thema Überwachung

Die temporäre Kunst-Installation „Am Telefon sagt man nix“ greift eine paradoxe Situation auf: Wir hören und lesen immer wieder, dass Großkonzerne und Regierungen persönliche Daten über uns sammeln. Doch warum berührt uns das noch so wenig?

„Am Telefon sagt man nix“ verwandelt einen ehemaligen DDR-Grenzwachturm am Potsdamer Platz in einen Ort, an dem Überwachung erlebbar wird. Wie fühlt es sich an, Menschen bei ihren privaten Gesprächen zu belauschen? Am Berliner Grenzwachturm können Besucherinnen und Besucher originale Telefongespräche anhören, die in den 1980er Jahren vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR heimlich aufgezeichnet und bis heute gespeichert wurden.

Die authentischen Tonaufnahmen dokumentieren eindrücklich, was Überwachung bedeutet: Überwachung ist nicht nur die objektive Erhebung von Informationen, denn Daten erzählen Geschichten aus unserem privaten Lebensalltag. Was bleibt ist eine Interpretation unseres Lebens, von der wir womöglich nie erfahren. Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft, wenn wir solche schützenswerten Momente breitwillig an Dritte weitergeben? Abhören findet im Verborgenen statt, heimlich, still und leise. Wie das Abhören selbst, findet auch die Aktion an einem unscheinbaren Ort statt: In einer ruhigen Sackgasse, neben Baulücke und Niemandsland, dennoch zentral und in Sichtweite zum Innenministerium, Potsdamer Platz und Martin-Gropius-Bau.

Initiatoren
Die Initiatoren sind Paul Wiedenmann, Pascal Wiedenmann und Stefanie Kinsky (www.ueb3r.de). Die Installation „Am Telefon sagt man nix“ ist Auftakt einer Reihe verschiedener Kunstaktionen.

Weitere Infos: www.ueb3r.de und unter #SagNix und #ÜB3R

Die Installation wird in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert.