Instagram im Museum

8 Tipps für Museen und Instagram

6. Mai 2015 - Allgemein / Digitale Medien

Bei der Vielzahl an Social-Media-Angeboten ist es für viele Kultureinrichtungen nicht leicht, den Überblick zu behalten. Zeit und Geld sind knapp, deshalb müssen Community Manager genau überlegen, auf welchen Plattformen sie ihren Inhalte verbreiten. Um Zeit zu sparen, empfiehlt es sich deshalb, auf Material zurückzugreifen, das bereits vorhanden ist. Für gewöhnlich verfügen Museen und Kultureinrichtungen über sehr viel Bildmaterial von Objekten aus der Sammlung oder aktuellen Veranstaltungen.

Instagram gewinnt auch in Deutschland immer weiter an Beliebtheit – eine gute Gelegenheit für Kultureinrichtungen, dieses Medium auszuprobieren! Hier 8 Tipps für alle Kultureinrichtungen:

1. Die richtige Einstellung

Menschen, die Fotos im Museum machen, nehmen dem Museum nichts weg. Im Gegenteil! Sie machen kostenlos Werbung für die Institution, indem sie das Foto über ihre Kanäle teilen. Solange niemand mit Blitzlicht und Stativ im Museum steht oder die Fotos kommerziell nutzt, sollten sich Museen keine Sorgen machen und Handyfotografen mit offenen Armen empfangen. Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit schadet den Objekten nicht. Und selbst wenn Fotografieren verboten wäre – die Besucher tun es dennoch. Warum soll man ihnen dabei also ein schlechtes Gefühl geben?

2. Bildrechte klären

Auch auf Instagram gilt: Habe ich das Recht, Bildmaterial auf dieser Plattform zu veröffentlichen? Wie müssen Copyrights angegeben werden?

3. Ästhetik zählt

Nutzer von Instagram haben hohe Ansprüche an die Ästhetik eines Fotos. Schnell Schnappschüsse können gut aussehen, dennoch müssen sie einer einheitlichen Ästhetik folgen. Viele Fotos, die auf Instagram gepostet werden, kommen übrigens gar nicht aus dem  Smartphone, sondern werden von Pofi-Fotografen mit sehr guten Kameras angefertigt. Museen können so auch ihre Profi-Fotos nutzen. Einfach auf’s Handy laden und von dort aus posten.

4. Verschlagwortung

Die Bilderflut kennt bei Instagram keine Grenzen. Deshalb gilt auch hier: Schlagworte nutzen und Fotos auffindbar machen. Zum Glück ist die Anzahl der Zeichen hier nicht begrenzt wie bei Twitter. Mehr als 4-5 Hashtags sollten es jedoch nicht sein. Oft gibt es auch bestimmte Hashtags für lokale Communitys, wie z.B. #igersberlin

5. Community kennen

Wem gefallen regelmäßig Fotos, die eine Einrichtung veröffentlicht? Wer macht Fotos im Haus oder bei Veranstaltungen? Es lohnt sich immer, seine Fans und Follower im Auge zu behalten und ihnen persönlich zu danken oder sie zu einer exklusiven Veranstaltung einzuladen. Die Wertschätzung der Fotografen auf Instagram ist sehr wichtig, immerhin haben sie sich dazu entschieden eine ganz bestimmte Einrichtung abzubilden.

6. Fotos der anderen wertschätzen

Wer also weiß, welche User besonders aktiv sind, kann diese gezielt in sein Haus einladen. Instagram-Nutzer zeigen sich besonders dankbar, wenn ihr Arbeit wertgeschätzt wird. Besonders beliebt sind sogenannte “Empty Shoots”. Das sind Fotosessions, in leeren Räumen außerhalb der regulären Öffnungszeiten.  Wenn das zu aufwändig ist, tut es auch ein kleiner Fotowettbewerb zu den schönsten Fotos, die im Haus entstanden sind.

7. Interaktion messen

Das Tool >Iconosquare hilft wunderbar bei der Auswertung des Instagram-Accounts und zeigt auch die besonders treuen Fans, wann es sich lohnt zu posten oder welche Beiträge am besten ankommen. Derzeit sogar kostenlos nutzbar!

8. Schauen was die anderen Museen machen…

https://instagram.com/lacma/

https://instagram.com/ddrmuseum

https://instagram.com/coberlinphoto

https://instagram.com/tategallery

https://instagram.com/schirnkunsthalle

 

 

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