Suche
Suche Menü

Londoner Museum experimentiert mit WhatsApp

Facebook: ein junges Medium? Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass von allem Nutzerinnen und Nutzer zwischen 13 und 25 Jahren nach alternativen Plattformen suchen, um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Dennoch entdecken immer mehr Kulturinstitutionen Facebook als Plattform für sich – vor allem auch mit dem Ziel, die hart umkämpfte Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler und jungen Erwachsenen für sich zu gewinnen und für ihr Angebot zu begeistern.

Wie können Museen mit diesem Trend umgehen? Das Horniman Museum im Süden Londons testete nun, wie Besucherinnen und Besucher über die Smartphone Anwendung WhatsApp mit Informationen innerhalb der Ausstellung versorgt werden können. Der Social Media Manager des Museums verschickte dazu via Chat Nachrichten an ausgewählte Besucherinnen und Besucher, je nach ihrem Interesse. Zugegeben, dieser Test ist nur bedingt aussagekräftig, da gerade mal zwei, drei Personen gleichzeitig im Chat mit Informationen versorgt werden konnte. Er zeigt aber, wie wichtig es ist, sich nicht zu sehr auf ein Medium zu versteifen und schon früh auszuprobieren, wie andere Anwendungen und Apps genutzt werden können. Ob und wie sich WhatsApp als Marketingtool oder in der Vermittlung einsetzen lässt, bleibt spannend. WhatsApp beschränkt sich bisher auf die Individualkommunikation zwischen Menschen, die ihre Handynummer ausgetauscht haben. Ob sich dort zukünftig auch Institutionen oder Unternehmen „einmischen“ dürfen, wird eine zentrale Frage sein.